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Gesundes Essen für einen gesunden Magen

Freitag, September 3rd, 2010

Tag für Tag muss unser Verdauungssystem harte Arbeit leisten. Unsere inneren Organe wie Magen und Darm, Galle und Leber sowie Nieren und Blase sind dafür verantwortlich, dass unser Körper das Essen gründlich zerlegt und verdaut und dem Organismus die Nährstoffe zuführt, der er für seine Arbeit so dringend benötigt. Doch nicht immer klappt das so, wie man sich das wünschen würde. Verdauungsstörungen hat mittlerweile jeder Dritte. Falsche Ernährung, Stress, mangelnde Bewegung und auch Kombinationen aus diesen Faktoren bewirken, dass fast jeder die Symptome wie Sodbrennen, Übelkeit, Magenkrämpfe und andere lästige Beschwerden durchaus kennt. Insbesondere diejenigen unter uns, die dazu auch noch unregelmäßig essen oder die Mahlzeiten ganz auslassen und durch Kaffee und Zigaretten ersetzen, dürfen sich nicht wundern, dass Magenprobleme durchaus ein ganzes Leben lang anhalten können. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf das Beruf- und Privatleben. Doch so weit muss es gar nicht erst kommen: die Kräuterapotheke der Natur bietet Ihnen viele Mittel und die Gesundheits-Tipps aus Großmutters Zeiten überliefern Ihnen viele Gesundheits-Rezepte, die auch heute noch ihre Gültigkeit haben.



Eine grundlegende Regel besagt: Kochen Sie gesund. Kochen Sie mit frischen Zutaten und übersehen Sie die Angebote der Fastfood-Ketten, auch wenn es da noch so lecker riecht. Gewiss, Burger und Pommes schmecken gut. Und sie schmecken so gut, weil sie meistens richtig fett sind. Fett ist Geschmacksträger, aber wenn schon Fett, dann das richtige. Lassen Sie die tierischen Fette beiseite und weichen Sie aus auf pflanzliche Fette wie Oliven-, Weizen-, Raps- oder Distelöl. Oder gönnen Sie sich mal das Besondere: selbstgemachtes Vanilleeis mit Kürbiskernöl. Ja, Sie haben richtig gelesen: Vanilleeis mit Kürbiskernöl. Aber bei selbstgemachtem Eis wissen Sie genau, was es enthält. Und Sie selbst haben die Wahl, ob sie die fette Sahne nicht doch lieber durch Milch ersetzen, während das dunkelgrüne sämige Kürbiskernöl mit seinem nussigen Geschmack eine weitere Herausforderung für den Gaumen ist.



Wenn Sie Einkaufen, achten Sie darauf, dass das Gemüse frisch ist. Schauen Sie sich an wo die Wurzel abgeschnitten ist. Ist der Schnitt schon trocken und braun lassen Sie das Gemüse oder den Salat besser liegen und gehen woanders einkaufen. Nur gute Qualität bringt dem Körper die Nährstoffe, die er dringend benötigt um gesund zu sein und zu bleiben. Kaufen Sie keine fertigen Salate. Gewiss, geschnittener Salat ist praktisch weil man nur noch das Dressing daraufgeben muss, aber er wird auch sehr schnell welk und dann sind die Vitamine auch nur noch die Hälfte wert. Benötigen Sie keinen ganzen Kopf Salat, befeuchten Sie den restlichen Kopf mit etwas Wasser und legen ihn in eine Plastiktüte oder in eine Plastikschüssel in die Gemüseschale Ihres Kühlschrankes. Dort bleibt der Salat noch einen oder zwei Tage frisch. Holen Sie ihn dann heraus um ihn zuzubereiten, muss auch dieser Salat vor dem Zerpflücken noch einmal gewaschen werden. Besonders gut ist übrigens Salat aus dem eigenen Garten.



Essen Sie mäßig, aber regelmäßig. Zu reichliches Essen, führt, ebenso wie zu fettes Essen zu Problemen mit Leber und Galle und erst recht mit der Figur. Auch übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum kann die Leber in ihrer Arbeit stark beeinträchtigen. Dabei kann es sich einmal um eine leichte Beeinträchtigung, wie beispielsweise ein Völlegefühl handeln, es kann sich aber auch um starke Schmerzen oder sogar Koliken handeln. Vergessen Sie auch den Heilgarten der Natur nicht und kochen Sie mit Kräutern und Gewürzen. So helfen Pflanzen wie Kümmel und Salbei bei Magenbeschwerden und scharfe Gewürze, wie Chili, Meerrettich, Zwiebeln und Rettiche regen durch ihre Schärfe den Appetit an und fördern die Verdauung. Und sollten sich doch schon Verdauungsbeschwerden eingestellt haben, beseitigen Sie diese durch Fenchel- oder Kümmeltee.



Tipp: 10 Tricks zum Abnehmen

Apfelwein – von den Römern zum Traditionsgetränk

Montag, Juni 21st, 2010

Der Apfelwein ist in Hessen ein Traditionsgetränk. Typisch für ihn ist der herbe, saure Geschmack und seine helle bis goldgelbe Farbe. Schon die Griechen und Römer kannten sich mit der Herstellung des Apfelweins aus. Ob “Ebbelwoi”, “Äbbelwei” oder “Äppler” – für den Apfelwein gibt es viele Namen. Hergestellt wird er aus verschiedenen, möglichst säurehaltigen Äpfeln und enthält etwa 5 bis 6 Vol. % Alkohol. Er ist ein reines Naturprodukt und wird in Hessen mit vollständiger Gärung und ohne Zugabe von Wasser und Zucker hergestellt.

Der Hauptgärungsprozess dauert ca. 4 Wochen und wird in verschiedene Stadien unterteilt. Vor der Gärung bezeichnet man ihn als “Süßer”. Der frische Apfelmost wird in Flaschen gefüllt und man trinkt ihn als “naturtrüben Direktsaft”. Ein bis zwei Wochen später entsteht der “Rauscher”, der eine starke alkoholische Wirkung mit sich bringt. Während des Gärungsprozesses wird der im Apfel enthaltene Zucker von der Hefe abgebaut. So entstehen Alkohol und Kohlendioxid. Dies dauert acht bis zehn Tage und wird “stürmische Gärung” genannt. Der Apfelwein wird von Zeit zu Zeit klarer und von der Hefe gezogen. Übrig gebliebene Apfelreste (Trester) erweisen sich als gutes Kraftfutter für Schafe und Rinder.

Außerdem gibt es verschiedene Varianten des Apfelweins. Eine davon ist die Versetzung des Weins mit dem Saft der Früchte des Speierlingbaumes. Der Wein wird durch den hohen Gerbstoffgehalt geklärt und ist somit länger haltbar. Andere Zusätze sind zum Beispiel Eberesche, Quitte, Schlehe oder Mispel. Aus welchen Apfelsorten wird denn nun der Apfelwein hergestellt? Bevorzugt werden hier säurehaltige, ältere Apfelsorten aus dem Streuobst-Anbau, wie z. B. der Bohnapfel, der Viezapfel, der weiße Matapfel oder der Trierer Weinapfel.

Gesundheitlich gesehen gehört der Apfelwein zu den bekömmlichsten alkoholischen Getränken, da er – genießt man ihn in Maßen – gesundheitsfördernd wirkt, wertvolle Inhaltsstoffe enthält und schonend verarbeitet wurde.
Seine Bekanntheit erreichte der Apfelwein wieder im Jahre 2005, als Apfelwein im hr-Fernsehen zum ersten Mal nach langer TV-Abstinenz im Beisein von Politikern angestochen wurde. Verschiedene Varianten des Apfelweins gibt es auch im Ausland. In der Schweiz findet man ein ähnliches Getränk, das aus Äpfeln und Birnen hergestellt wird – man kennt es unter dem Namen Most.