Rheinischer Sauerbraten
Mittwoch, August 11th, 2010Beim Rheinischen Sauerbraten handelt es sich um einen Schmorbraten, welcher traditionell aus Pferdefleisch besteht. Da heute allerdings der Verzehr dieses Fleisches gesunken ist und viele Personen es ablehnen, Pferdefleisch zu essen, wird mittlerweile häufiger Rindfleisch für den Braten verwendet. Ganz selten wird auch Schweinefleisch genommen. Dies ist allerdings eher untypisch.
Unabhängig davon welches Fleisch man für den Rheinischen Sauerbraten verwendet, ist es hierbei wichtig, dass es über mehrere Tage mariniert wird. Man legt dazu das rohe Fleisch in eine Marinade aus Suppengrün, Wein, Essig und verschiedenen Gewürzen ein. Bei Rind- und Pferdefleisch legt man es in der Regel drei, Schweinefleisch nur zwei Tage ein. Bei letztgenanntem nimmt man häufig die Schweinskeule. Dieses Gericht wird dann unter dem Namen Pepse geführt. Man kann das rohe Fleisch auch bis zu einer Woche beizen. Ist dieses nach einigen Tagen von der Marinade durchzogen, so ist das Fleisch sehr zart. Der Essig hat die Sehnen und zähes Gewebe aufgelöst und jede Faser hat sich mit der Marinade vollgesogen. Hierdurch entsteht der säuerliche Geschmack, welcher dem Braten seinen Namen gibt. Zudem erhält das Fleisch hierdurch seine typisch dunkle, violette Farbe.
Die Soße zum Rheinischen Sauerbraten wird aus den Resten der Marinade, vielen Rosinen und Zutaten, die ihr weitere Süße verleihen, zubereitet. Für die nötige Bindung der Soße und für den süßlichen Geschmack kann man entweder Lebkuchen, Rübenkraut, Soßenkuchen oder auch Aachener Printen hinzufügen.
Zum zarten Rheinischen Sauerbraten serviert man traditionell Kartoffelklöße und Apfelmus. Aber auch Salzkartoffeln mit Rotkohl sind als Beilage wohlschmeckend. Diese heben den süß-sauren Charakter des Rheinischen Sauerbratens besonders hervor.
Besonders populär ist der Rheinische Sauerbraten in Köln.